
» Stärkung von Kindern und Jugendlichen in Risikolagen - eine zukunftsweisende Aufgabe
Nach der Förderung durch „Das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit“ im Jahr 2023 setzt die MRN die Förderung gesundheitsbezogener Ressourcen von Kindern und Jugendlichen mit Unterstützung der AOK Rhein-Neckar-Odenwald fort.
Dass Bildungs- und Gesundheitschancen eng miteinander verbunden sind, ist wissenschaftlich gut belegt: Je höher das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen, desto leistungsstärker sind sie in der Schule und desto besser sind ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Höhere Einkommen steigern wiederum die Gesundheitschancen. Deshalb engagiert sich die MRN seit 2023, Gesundheit und Wohlbefinden derjenigen zu fördern, die unter besonderen psychosozialen Belastungen stehen: Zunächst mit dem Projekt "SMS" aus dem Zukunftspaket des Bundesfamilienministeriums und seit Ende 2024 mit einer Förderung der AOK Rhein-Neckar-Odenwald.
"SMS Save My Soul – Stark und gesund im Alltag" – so lautete das Projekt der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, welches im Jahr 2023 durch das Zukunftspaket des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Themenfeld Gesundheit gefördert wurde. Ziel des Projektvorhabens war es, die gesundheitsbezogenen Ressourcen von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Hierzu sollten die Teilnehmer:innen Rahmenbedingungen und Impulse erhalten, die ihnen ein positives Selbst-Erleben ermöglichen und sie anregen, im Sinne eines gesundheitsbezogenen Empowerments auf Alltagssettings so einzuwirken, dass diese aus ihrer Perspektive dauerhaft gesundheitsförderlich(er) und persönlichkeitsstärkend(er) werden.
Mit dem Projekt wurden 350 Kinder und Jugendliche in 18 Gruppen an 14 Schulen in der Metropolregion Rhein-Neckar erreicht. Das Alter der Teilnehmenden lag zwischen 7 und 17 Jahren. Schwerpunktzielgruppe der Projektarbeit waren junge Menschen aus sozioökonomisch schwachen bzw. bildungsfernen Milieus sowie mit psychosozialen Belastungen. Es nahmen Grund-, Real-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen aus Mannheim, Weinheim und Heidelberg (Baden), Bobenheim-Roxheim und Neustadt an der Weinstraße (Pfalz), Fürth und Viernheim (Hessen) teil.
Über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen lernten die Kinder und Jugendlichen im Rahmen von AGs oder der offenen Ganztagsbetreuung Möglichkeiten kennen, in spielerischer und kreativer Weise ihr eigenes Wohlbefinden in Schule, Freizeit und Familie zu verbessern (z.B. Glücksmomente im Alltag schriftlich festzuhalten) und sich für bessere Rahmenbedingungen im Alltag einzusetzen (z.B. einen "Raum der Stille" zu gestalten). Die Projektumsetzung in den Schuleinrichtungen erfolgte durch externe pädagogisch-psychologische Fachkräfte.
Einen vergleichbaren Ansatz verfolgt ein Projekt, das mit Förderung durch die AOK Rhein-Neckar-Odenwald seit Dezember 2024 an einer Mannheimer Schule umgesetzt werden kann: Auch hier findet eine direkte Arbeit mit Jugendlichen der achten Klassenstufe statt. Zugleich werden pädagogische Fachkräfte der Schule von spezialisierten Dienstleisterinnen dafür qualifiziert, die ressourcenstärkende Arbeit in den Schulalltag zu integrieren. Ziel ist, die Nachhaltigkeit der Projektförderung durch eine sog. Verhältnisprävention (Errichtung gesundheitsfördernder und präventiver Strukturen) zu erhöhen. Auch wenn in Baden-Württemberg die Bildungspläne eine resilienz- bzw. ressourcenfördernde Arbeit vorsehen, fällt die Umsetzung im Schulalltag aufgrund begrenzter Personalkapazitäten und fehlender Anschauungsbeispiele häufig schwer. Angeleitet von externen Spezialistinnen lässt es sich leicht erpoben, wie z.B. Glücksunterricht mit dem Erlernen einer Fremdsprache verbunden werden kann - und beides auch noch in Bewegung stattfindet.
Diese Arbeit liegt zwischen fachlichem Unterricht, einzelfallbezogener Schulsozialarbeit und externen Coaching- und Therapieangeboten. Schulen bieten einen niederschwelligen Rahmen, um Kinder und Jugendliche hierfür zu erreichen. Schulische und andere Einrichtungen für die Jugend mit Sitz in den 15 Stadt- und Landkreisen der Metropolregion Rhein-Neckar, die Interesse an der Umsetzung von ressourcenfördernder Arbeit oder einem Austausch hierüber haben, können sich an die MRN GmbH wenden.
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